. . . Leihräder

 

Fahrradverleih - Radtouren rund um Speyer

 

Fahrradverleih

Wir verleihen RALEIGH Räder mit tiefem Einstieg, 7Gang-Nabenschaltung und Rücktrittbremse

halber Tag (4 Stunden)    €   8,-

ganzer Tag                      €  15,-

ausserdem haben Sie die Möglichkeit die Gegend rund um Speyer mit einem e-Bike(25km/h) oder auf einem Tandem zu erkunden.

ganzer Tag                      €  25,-

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Ein Video der DEUTSCHEN WELLE mit Leihrädern von uns

Im Sommer 2009 erschien in der RHEINPFALZ der folgende Beitrag von Sebastian Stollhof zum Thema eBike und Pfalz

Die Pfalz. (Fast) unendliche Weiten, Ebenen, Berge, Wasser, Wiesen. Und viel Wald. DIE RHEINPFALZ hat sich wieder auf den Weg gemacht. Kreuz und quer durch die Pfalz. Manchmal schnell, manchmal langsam, mitunter auch schweißtreibend. In dieser Sommerserie berichten Redaktionsmitglieder, was sie bei der „Tour de Pfalz 2009“ erlebt haben. Heute: mit einem Elektrofahrrad auf dem Rheinradweg.

Die Sonne brennt unerbittlich. Die 30-Grad-Marke ist längst geknackt. Die Beine sind schwer. Und dann dieser Berg. Was hatte der Heltersberger Radprofi Udo Bölts nochmal seinem Teamkollegen Jan Ullrich 1997 bei der „Tour de France“ zugerufen, als dieser in den Vogesen schwächelte? „Quäl Dich, Du Sau!“ Quälen? Bei dieser Hitze? Nein.

Das ist zum Glück auch nicht nötig. In und um Speyer gibt es nämlich keine Vogesen und außerdem ist mein Drahtesel auch kein Rennrad, sondern ein E-Bike. Das hat etwas, was Ullrich damals nicht hatte: einen Elektromotor. „In die Pedale treten müssen Sie aber auch mit diesem Rad“, sagt Thomas Knerr. Er ist Inhaber von Stiller-Radsport in Speyer. Genau dort geht die Tour los.

Das Geschäft in der Gilgenstraße verleiht E-Bikes, Fahrräder mit einem Elektromotor. Der liefert Trittunterstützung. „Auf dem Display können Sie einstellen, wie schnell Sie fahren wollen. Ansonsten hat das Rad eine normale Schaltung“, erklärt Knerr. Klingt einfach – ist es auch. Ab auf‘s Rad und durch die Fußgängerzone Richtung Dom. Das alles noch ohne hohes Tempo. Ist da wirklich ein Motor an? Zu hören ist nichts. Und auf einer ebenen Strecke fallen die Tritte auch mit einem normalen Rad leicht. Hohes Tempo ist in der Speyerer Fußgängerzone ohnehin nicht drin. Zu viele Menschen sind an diesem Sommertag unterwegs und außerdem gibt es in Speyer einiges zu sehen. Es soll ja schließlich eine Genießertour werden und keine Etappe der „Tour de France“…

Speyer hat für Radfahrer zweifelsohne viele schöne Touren zu bieten. Heute geht es am Historischen Museum der Pfalz vorbei auf die Industriestraße. Auf der linken Seite sind die Flugzeuge des Technikmuseums zu sehen. Und was ist mit dem Elektromotor am Fahrrad? Den sieht man nicht. „Der Motor ist fast unsichtbar im Hinterrad versteckt. Dafür ist das Fahrrad schwerer als ein normales“, sagt Knerr. Bis maximal 25 Kilometer pro Stunde soll der Motor unterstützen. Auf dem Display, das am Lenker befestigt ist, kann der Fahrer zwischen drei verschiedenen Unterstützungsstufen wählen. Ein e, das für „Eco“ (minimale Unterstützung) steht, n für „normal“ und p für „power“ – maximale Unterstützung.

Am Stadtrand von Speyer ist auf dem Radweg nichts los. Ideal also, um die maximale Unterstützung zu testen. Längst ist der 21. Gang eingelegt. Ohne große Anstrengung zeigt der Tacho 23 km/h an. Gut, die Strecke ist auch eben. Wie ist es aber ohne elektrische Hilfe. Diese kann nämlich auf dem Display auch ausgeschaltet werden. Also: Knopf auf „off“. „Oooaaah.“ Wie anstrengend auf einmal Fahrradfahren sein kann. Das muss bei dieser Hitze wirklich nicht sein.

Rechts ab geht es nun auf den Rheinradweg. Und hier wird es ruhig, idyllisch. Keine Autos, nur Wald, Wiesen, Felder und der Rheindamm. So macht Radfahren Spaß. Nach wenigen Minuten ist schon – dank der elektrischen Hilfe – der Römerberger Ortsteil Heiligenstein erreicht. Vorbei an den Sportplätzen, kurz hinter einem Maisfeld ragen zwei riesige Türme Richtung Himmel. Es sind die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg, das sich in unmittelbarer Nähe befindet. Doch das soll keine Station der heutigen Tour sein.

Die Beschilderung des Radwegs führt uns nach Mechtersheim. Ein weiterer Ortsteil von Römerberg. Dort geht es vorbei an weiteren Fußballplätzen. Es sind die des Oberligisten TuS Mechtersheim. Dank des Motors ist der leichte Anstieg bis zur Ortsmitte kaum zu spüren. Was hätte wohl Ullrich für so einen Motor im Jahr 1997 gegeben… An einer Kreuzung bleibt die Wahl: Zurück nach Speyer? Nein. Am Ortsrand von Mechtersheim, versteckt hinter Bäumen, ist ein herrlicher See mit Sandstrand. Bei 30 Grad der ideale Platz, um Rast zu machen. Kleines Problem: Die Badehose liegt zuhause im Schrank. Da liegt sie gut – die Abkühlung im See muss leider ausfallen.

Stattdessen geht es bald zurück nach Speyer. Und eines wird von Minute zu Minute klarer: Auch bei einem E-Bike merkt man seine Beine. Um das zu spüren, hat Jan Ullrich 1997 in den Vogesen kein Elektroantrieb gebraucht. Wie schön, dass kurz hinter Heiligenstein das traumhafte Panorama des Speyerer Doms zu sehen ist. Alleine das gibt Kraft für die letzten Kilometer – natürlich auch die Aussicht auf ein Eis in der Fußgängerzone.

Zugegeben: Dank des Elektromotors waren die 37 Kilometer gar nicht anstrengend, kaum Schweiß ist geflossen. Der Fahrtwind hat dafür gesorgt, dass auch die Hitze erträglich war. Radfahren kann so einfach sein – ohne sich zu Quälen.